WM-Starter Gennadij Cudinovic verpasst vordere Platzierung
30. Oktober 2026
Saarringer Gennadij Cudinovic hat sich in diesem Jahr stark zurückgekämpft. Nach zahlreichen verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen über mehrere Jahre hinweg konnte sich der 32-Jährige wieder in den Fokus des Nationaltrainers Jürgen Scheibe ringen. Gennadij entschied sich, wieder eine Gewichtsklasse nach unten, in die 97kg-Klasse zu wechseln, und zeigte mit starken Leistungen, u.a. dem Gewinn des Deutschen Meistertitels im Juni, dass diese Entscheidung die richtige war. Folgerichtig wurde der Saarringer auch für die nun anstehende Weltmeisterschaft nominiert, welche derzeit noch im kasachischen Astana stattfindet. Gut vorbereitet, u.a. durch die Zusammenarbeit mit Sportwissenschaftler Sascha Schwindling vom OSP Saarbrücken, reiste der Saarländer nach Kasachstan – wohlwissend, dass in seiner Gewichtsklasse gleich mehrfache Olympiasieger, Weltmeister und weitere zahlreiche Medaillengewinner warten würden.
Ein solcher Hochkaräter sollte letztlich auch direkt im Auftaktduell unserem Sportler gegenüberstehen. Batyrbek Tsakulov aus der Slowakei erreichte bereits mehrfach Medaillengewinne auf EM und WM, jüngst in diesem Jahr erkämpfte er sich den Vizeeuropameistertitel. Dadurch ging Gennadij auch als Außenseiter in das Match, welches er letztendlich auch ohne technische Wertung seinerseits abgeben musste. Lange hielt der Saarländer das Ergebnis knapp, gegen Ende musste er mehr Risiko gehen und wurde gekontert, sodass am Ende eine 0:7-Niederlage zu Buche stand. Gleich darauf musste Tsakulov gegen die russische Legende Abdulrashid Sadulaev ran, verlor und konnte somit auch Gennadij nicht im Turnier halten. Wie stark diese Gewichtsklasse ist, zeigt auch, dass selbst Sadulaev nicht den Finalkampf erreichte.
Wir wissen, dass sich unser Athlet wirklich sehr fokussiert und akribisch auf diesen Höhepunkt vorbereitet hat und sind daher sehr stolz auf die Leistungen in diesem Jahr. Den Ausgang der WM hätten wir uns alle, und Gennadij selbst am meisten, natürlich erfolgreicher gewünscht, dennoch gehören auch diese Niederlagen zum Sport dazu. Wir hoffen, dass Gennadij den positiven Gesamttrend aus diesem Jahr auch in das neue Jahr mitnehmen kann, in welchem es dann bereits um die ersten Tickets für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles geht.
Fotos: Jörg Richter